Leider ist mir nicht möglich sicher herauszubekommen, um welche Seesterne es sich genau handelt. Bis vor einiger Zeit waren die kleinen Gänsefußseesterne nur als Asterina in der Aquaristik bekannt. Ähnlich und für mich bisher nicht auseinanderzuhalten, sind auch Aquilonastra-Seesterne. Da ich nicht weiß, um welche Arten es sich hier in meinem Beitrag handelt, führe ich beide Bezeichnungen.
Probleme durch massenhaftes Auftreten dieser kleinen Seesterne, wie häufig von anderen geschildert, gab es bei mir bisher nicht. Trotzdem muss man die Kleinen gut im Auge behalten.

Asterina/Aquilonastra Seesterne können sich als Schädlinge erweisen. Ich habe einen Gänsefußseesterne mit rotem Muster auf dem Rücken erwischt, wie er sich an den Polypen meiner Galaxea Steinkoralle vergriffen und diese abgefressen hat. Er war dabei durch Farbe und Muster so gut getarnt, dass er mir erst gar nicht aufgefallen ist. Erst das tote Kalkskelett der abgefressenen Polypen hat mich stutzig gemacht. Den Seestern habe ich sofort entfernt.

Wahrscheinlich ein Korallenbewohnender Seestern (Aquilonastra corallicola), der in Korallenriffen in verzweigten Steinkorallen (SPS, Acropora) lebt und sich von diesen ernährt. Was er noch an Korallen frisst, ist nicht bekannt.
Diese Seesterne können sich geschlechtlich, aber auch durch einfache Teilung vermehren. Wenn sie sich geteilt haben, sehen sie unsymmetrisch aus (eine Seite mit gleichlangen Armen und eine Seite mit kurzen Armen, nachwachsen). So entstehen aus einem Seestern zwei, aus zwei vier und so weiter und die Population kann sich massenhaft vergrößern. Ihr solltet unbedingt darauf achten, dass immer nur wenige Gänsefußseesterne im Aquarium verbleiben.


Als Gegenmaßnahme reicht einfaches absammeln völlig aus. Ihr könnt die kleinen Seesterne einfach mit den Fingern greifen und herausholen. Das Einsetzen eines Freßfeindes, wie die Harlekingarnele (Hymonocera elegans) , kann ich nicht empfehlen. Diese wunderschönen Garnelen sind absolute Nahrungsspezialisten, ernähren sich ausschließlich von großen Seesternen.


Die kleinen Asterina/Aquilonastra Seesterne werden sehr schnell aufgefressen sein, dann werden diese Garnelen schnell verhungern. Ihr müßtet neue große Seesterne kaufen und die Garnelen damit füttern. Absolut nicht schön anzusehen. Laßt es lieber bleiben!

Ein paar einzelne Exemplare könnt ihr im Aquarium lassen und euch an den kleinen Seesternen erfreuen.

Mit lebenden Steinen aus Indonesien kam jetzt eine Variante mit rotbrauner Maserung in mein 30 l Nano. Dieser Seestern hat die Farbe von Kalkrotalgen und ist damit recht gut an die mit reichlich Kalkrotalgen bewachsenen Steine angepaßt.

Dieser kleine Seestern sieht auf der Unterseite ungewöhnlich aus. So habe ich die Unterseite noch nie gesehen. Im Internet fand ich die Erklärung: Der Seestern drückt seinen Magen gegen die Aquarienscheibe.

Diese kleinen Seesterne wurden bis vor einigen Jahren in der Meerwasseraquaristik als Asterina sp. – Gänsefuß-Seesterne geführt. Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei diesen jedoch umGänsefuß-Seestern Aquilonastra sp. Sie kommen mit dem Kauf von Korallen und Steinen in unsere Becken und sind meistens, bis auf eine potentielle Massenvermehrung, harmlos.
Es gibt aber auch Arten unter diesen kleinen Seesternen, die sich vom Gewebe von Korallen und Krustenanemonen ernähren und sind deshalb im Becken nicht erwünscht. Den abgebildeten Aquilonastra sp. habe ich bisher noch nicht gesehen, anders gemusterte, deutlich kleinere dagegen schon.
Da der Seestern am Stamm meines Keniabäumchens sitzt, bin ich mir nicht sicher, ob er dort nur Biofilme oder was auch immer abputzt oder doch am Gewebe meines Keniabäumchens nascht. Ich schaue mir an, ob er morgen immer noch dort sitzt und werde ihn dann wohl vorsichtshalber entfernen.












