Hallo an alle die sich mit der Meerwasseraquaristik beschäftigen oder sich dafür interessieren.

Ich betreibe seit 2009 das salzige Hobby. Zuerst hatte ich ein 120 l Becken,  dann später ein 180 l Becken. Mein 30 l nano cube habe ich in der Zwischenzeit wieder aufgelöst. Ich pflege LPS- und SPS-Korallen, Krusten- und Scheibenanemonen, wenige Fische, Einsiedlerkrebse und andere Tiere.

Weichkorallen habe ich nur noch wenige, die sich durch verbliebene Gewebereste neu entwickelt haben. Mein Becken ist einfach zu klein für Weichkorallen. Auf meiner Homepage könnt ihr nachlesen, welche Tiere ich halte oder gehalten habe und welche Erfahrungen ich mit ihnen sammeln konnte.

Ein Ausschnitt meines 180 L Aquariums – 2021

Viel Spaß auf meiner Homepage  www.kleines-Meerwasseraquarium.de   wünscht Euch Siglinde

11. Juni 2021

Einen Sanddollar-Seeigel (Clypeaster humilis) bekommt man nur selten im Becken zu Gesicht. Manchmal sieht man einen Sandhügel unter dem der Sanddollar seine Boden reinigende Arbeit verrichtet. Dannt scheint er wieder spurlos verschwunden. Ich bin mir oft nicht sicher, ober er überhaupt noch lebt. Man will schließlich nicht ständig im Sand nach ihm suchen. Jetzt hat mich mein Sanddollar doch überrascht. Er tauchte senkrecht an einer ihm schwer zugänglichen Stelle an der Aquarienscheibe am Boden auf. Er war über einen Stein geklettert, um die Sandfläche dahinter zu erreichen. Für ihn scheint es keinerlei Hindernisse zu geben. Da ich mir nicht sicher war, ob er wieder zurückfindet, habe ich ihn dann doch per Hand zurück auf die Freifläche am Boden gesetzt. Es dauerte nicht lange bis der Dollar vollkommen „unsichtbar“ im Sand eingebuddelt war.

Sanddollar – Seeigel (Durchmesser 9cm)

06. Juni 2021

Montipora hoffmeisteri ist eine hübsche „Rasenflächen“ bildende Steinkoralle. Ich mag sie sehr. Diese Monti ist absolut pflegeleicht und gut geeignet, um leere Flächen zu begrünen. Leider hat die intensiv grüne Monti aber auch das Potential andere Korallen zu Überwachsen und damit abzutöten. Diesen Fall hatte ich jetzt mit einer Finger- oder Flötenkoralle (Caulastraea furcata). Beide Steinkorallen waren so ungünstig räumlich platziert, dass die an derselben Riffplatte über ihr wachsende Monti sie nach und nach überwuchs. Unter der Monti war schon ein Polyp der Caulastraea abgestorben. Jetzt musste ich schnell eingreifen und die Caulastraea entfernen und an einer anderen Stelle im Riff neu einzukleben. Nun hat sie wieder Platz zum Wachsen, weit weg von der Monti.

Vorn im Bild sind hellgrün die Polypen der Caulastraea zu erkennen, die Monti ist darüber gewachsen

03. Juni 2021

Die Gelbschwanz-Demoisellen (Chrysiptera parasema) sind sehr gut haltbar und anspruchslos. Sie fressen jedes Futter und sind an sich recht problemlos. In meinem 180 l Becken halte ich 5 dieser schwimmfreudigen kleinen Riffbarsche. Sie benötigen jedoch ausreichend Versteckplätze und bewachen kleine Reviere. Manchmal sind sie etwas ruppig, aber schaden keinem Beckenbewohner. Einen „Mangel haben sie doch, den man aber einfach hinnehmen muss. Ich habe feinen Sand im Aquarium, den sie gern beim Höhlenbuddeln besonders abends aufwirbeln. Deshalb habe ich den Sand schon etwas reduziert.

29. Mai 2021

Hufschnecken (Hipponix sp.) sind zu „faul“ selbst nach Nahrung herumzukriechen. Sie machen es sich ganz einfach und besiedeln andere aktive Gehäuseschnecken. Dabei sitzen Hufschnecken auf den Gehäusen und angeln nur mit ihrem langen einziehbarem Rüssel im Vorbeifahren nach Nahrung auf Steinen und Scheiben. Hufschnecken sind aber nicht parasitär, sondern harmlose Aufsitzer. Oft kommt es vor, dass mehrere Hufschnecken selbst aufeinander sitzen und so einen kleinen Stapel auf ihrer Taxi-Schnecke bilden.

Hufschnecke mit schwarzem Rüssel auf einer Astralium-Sternschnecke