Am Anfang habe ich sehr viele Fehler aus Unkenntnis  gemacht. Dazu gehört der Einsatz von nicht geeignetem Bodengrund und Steinen, sowie dem Einsatz von Leuchtstofflampen ohne Blaulicht. Außerdem verwendete ich damals noch T8 Leuchtstoffröhren. So sah mein 120 l Aquarium zu Beginn im Jahr 2009 aus. Ich war damals sehr stolz auf die ersten Ergebnisse! In der Zwischenzeit, weiß ich , wie man es besser machen kann.

Aquarium-Nov2010
Aquarium-November 2010

Der Korallensplitt hat mir aber später nicht mehr so recht gefallen. Er veralgte zusehens und sah mit der Zeit sehr unansehnlich aus. Deshalb entschloss ich mich den Aquariumboden mit Livesand neu zu gestalten. deshalb ersetzte ich den Korallensplitt durch feinen weißen Sand und wechselte den Leuchtbalken (von T8 Lampen zu T5 Leuchtstoffröhren, 1x weiß und 1 x blau).

Der Bodengrund – grober Korallensplit– wurde soweit ich ihn per Hand herausholen konnte, durch feinen Livesand ersetzt.Das Aquarium sah zwar einen Tag wie eine Milchsuppe aus und ich war sehr skeptisch.

Im Internet fand ich die Information, dass sich das Wasser sehr schnell wieder klären würde. Und so war es dann auch! Am nächsten Morgen hatte ich einen feinen weißen Sandboden und superklares Wasser.

Das Problem besteht jetzt darin, dass sich das nun recht hell erstrahlende Aquarium dazu noch unter Blaulicht sehr schwierig fotografieren läßt.

Den Livesand gibt es im Internet als eine Art feuchten Sand in Plastikbeuteln in unterschiedlichen Abpackungen und Varianten zu kaufen. Livesand ist abgepackter Sand aus dem Meer.  Der Sand ist zwar relativ teuer, aber diese Investition lohnt sich wirklich! Außerdem enthält der Livesand viele wertvolle Mikroorganismen, die sich positiv auf das Aquarium auswirken.

Im linken Hintergrund habe ich versuchsweise eine Riffplatte plaziert und erst mal getestet, wie das Ganze aussieht.Jetzt werde ich auch noch für die rechte Seite der Hinterwand eine Riffplatte kaufen.

Die Schwierigkeit besteht darin in bereits bestehenden Dekorationen und Aufbauten später Veränderungen vorzunehmen, ohne das alles zusammenstürzt.Ich hoffe, dass sich auch der zweite Stein gut einfügen läßt.

Die zweite Riffplatte habe ich dann auch noch wohlbehalten als Rückwand einfügen können. War ehrlich gesagt wirklich sehr schwierig dabei nichts kaputt zu machen.

Und so sah das kleine 120 l Meerwasseraquarium nach ca.4 Jahren aus :

Aquarium - Januar 2012
Aquarium – Januar 2012

Nach 5 Jahren habe ich mir ein neues , etwas größeres 180 l Aquarium gekauft. Als Bodengrund wurde Sand aus dem alten Aquarium und ein 9 kg Beutel mit neuem Livesand eingebracht.

Dezember 2013

Es ist ganz wichtig, dass der Boden immer aus einem Teil gereiftem Boden besteht. In gereiftem Bodengrund sind Mikroorganismen, Würmer, kleine Schnecken u.s.w. Dieser Boden enthält eine Vielzahl von Organismen und ist unerlässlich für eine gute Entwicklung im Meerwasseraquarium. Trübungen entstehen im Allgemeinen durch das Zerstören dieser Mikroorganismen. Ursache sind die Verwendung von nur totem Material (trockene Steine, Sand, Korallensplitt ), aber auch der Wechsel bzw. die intensive Reinigung aller vorhandenen Filtermedien zur gleichen Zeit und/oder einem zusätzlichen  vielleicht auch noch einen größeren Wasserwechsel. Aus Fehlern wird man klug. Bitte also nicht übertreiben mit der Reinigung, lasst die Mikroorganismen leben und ihr bekommt kristallklares Wasser !