Die  Catalaphyllia jardinei gehört zu den großpolypigen Steinkorallen (LPS). Sie trägt ihren Namen „Wunderkoralle“ zu Recht, da sie wirklich eine ausgesprochen schöne Koralle ist. Ich kaufte so ein Prachtexemplar ( was nicht ganz billig war ) und stellte die Wunderkoralle auf den Boden.

Catalaphyllia jardinei
Catalaphyllia jardinei

Die Wunderkoralle besitzt Zooxanthellen , sollte aber regelmäßig mehrfach die Woche mit kleinem fleischlichen Futter gefüttert werden. Die beste Erfahrung habe ich mit weichen Futterpellets für Anemonen gemacht.  Gefressen werden alle fleischlichen Futterarten, zB. kleingeschnittene Stints (in max. 0,5 cm Stücken) und Artemia.

Die Catalaphyllia jardinei kann bei optimalen Bedingungen (heißt : nicht zu viel Licht, keine zu starke Strömung, nicht zu sauberes Wasser) die stattliche Größe von ca. 40 cm und in der freien Natur von 1 m erreichen.

Wunderkoralle Mundoeffn

Nach einiger Zeit ging die Wunderkoralle immer weniger auf, und sah recht unansehnlich aus. Meine Catalaphyllia bestand aus zwei großen Polypen. Jeder Polyp hat eine Mundöffnung und in dieser bewegte sich etwas. Beim näheren Betrachten (ich habe mir bald den Hals verrenkt) sah ich in jeder Mundöffnung eine Art Krabbe. Diese wurden als Gallkrabbe und möglicher Schmarotzer, die Korallen schädigen kann, identifiziert und von mir beseitigt.

Der eine Polyp der Wunderkoralle löste sich kurze Zeit später ab und verschwand. Der zweite Polyp hat zum Glück überlebt und sich später sehr schön entwickelt. Auf dem Foto seht ihr den Zustand als sich der eine Teil komplett von allein gelöst und auf und davon gemacht hat.

geschädigte Catalaphyllia jardinei
geschädigte Catalaphyllia jardinei

Über Nacht entspannte sie sich und öffnete sich immer mehr.

Gallkrabben gibt es zahlreiche verschiedene Arten und ob sie wirklich schädlich sind, ist stark anzuzweifeln. Das der eine Poly sich gelöst hat, kann auch x-beliebige andere Gründe haben.

Fungicola sp. mit Blitzlicht fotografiert
Wunderkoralle

Uns so schön sieht meine Wunderkoralle aktuell aus.

Manchmal bläst sich die Wunderkoralle eine kurze Zeit lang auf, entspannt sich dann wieder und sieht ganz normal aus. Warum ? Keine Ahnung.

Ich habe einen englischsprachigen Beitrag über Wunderkorallen übersetzt, den ich absolut interessant finde. Hier für alle Interessierten zum nachlesen:

In freier Wildbahn kann die Wunderkoralle ungefähr einen Meter lang werden. Es gibt zwei klassische Erscheinungsformen der Wunderkoralle: die größere, vom Riff gesammelte Sorte und die kleinere, frei lebende Tiefsee- Lagunensorte.

Im Wesentlichen handelt es sich um dasselbe Tier. Es wurde jedoch die Theorie aufgestellt, dass sich die größere Catalaphyllia Jardinei tin Wirklichkeit in einem späteren Lebensstadium befindet, einem Erwachsenenstadium, in dem sie von der Strömung aufgenommen und im Riff untergebracht wurde, wodurch ihr Skelett entsprechend wächst.

Diese Korallen, die bei weitem schwieriger in der Riffhaltung sind, haben ein mäanderförmiges Aussehen und ihnen fehlen die begehrten lila Spitzen, die so oft im Einzelhandel zu sehen sind. Sie sind jedoch leicht an einer fluoreszierenden, grün-weiß gestreiften Mundscheibe mit einer deutlich „gemeißelten oder abgebrochenenBasis zu erkennen. Sie wurde buchstäblich aus dem Riff herausgesägt, im Gegensatz zu der im Einzelhandel üblichen Kegelform, die die begehrteste, aber nahezu kaum erfolgreich zu haltende, frei lebende Variante der Wunderkoralle auszeichnet.

Diese kegelförmigen Jungtiere sind intensiv gefärbt und haben schöne violette Spitzen. Sie stammen aus den viel tieferen Gewässern, aus denen der größte Anteil dieser Koralle stammt. Das kegelförmige Ende der Koralle steckt in einem Sand- / Schlammboden, auf dem es absolut keinen harten Untergrund gibt. In ihrem natürlichen Vorkommen gibt nur wenige andere Korallen, einige Algen, Gräser und Bakterien, die diese Kinderkorallen ernähren und schützen. Wenn die Wunderkorallen zu groß werden, werden sie von sturmbedingten Strömungen näher ans Land gebracht.

Überlebensfähigkeit von Caryophyllidae

Die heute gesammelten Wunderkorallen, sollten zu diesem Zeitpunkt nur von den engagiertesten und erfahrensten Aquarianern gepflegt werden, die bereit sind, konstruktives Experimentieren und Lernen für ihre Pflege anzuwenden. Die Nachfrage nach dieser Koralle ist seit Ende der 90er Jahre aufgrund ihres schlechten Rufs zurückgegangen. Bis dahin galt sie immer als Anfängerkoralle. Selbst dann ist Quarantäne für mindestens einen Monat am besten, um sicherzustellen, dass keine Krankheit vorliegt.

Obwohl in Indonesien die überwiegende Mehrheit der Sammlung stattfindet, handelt es sich nicht um die gesündesten Exemplare, und einige haben spekuliert, dass die Korallen in diesem vorübergehenden, frei lebenden Stadium in der Nähe von verunreinigenden Abflüssen liegen. Von Wissenschaftlern in dieser Region gesammelte Proben zeigten, dass alle gesammelten Proben Organismen wie Schwämme, Algen und Pilzfilamente aufwiesen, die in die Koralle eindrangen.

Pflege der Wunderkoralle

Die Sorte mit den violetten Spitzen ist die am schwierigsten zu haltende. Sie sind aber die am meisten gesammelten und verkauften Exemplare der Wunderkoralle.

Einige Haltungshinweise:
Niedriger Durchfluss ist erforderlich, aber mindestens das 10-fache des Tankumsatzes
Feiner Sand oder Schlammsubstrat
Kalzium und Strontium, wie bei allen Steinkorallen
Ein makelloser Wasserzustand ist für dieses Tier nicht gut, hohe organische Nährstoffkonzentrationen mit 10 ppm Nitraten sind erwünscht.
Das V-förmige Ende des Kalkskellets sollte im Schlamm stecken, der Mund nach oben weisen
Platzieren Sie diese Koralle NIEMALS in lebendem Gestein oder in einer Ecke
Ruhige Wasserbewegung, keine direkte StrömungEin Thalassia-Lebensraum (Schildkrötengras) ist besonders gut, da er gefiltertes Licht liefert.
Gezielt wird zwei- bis dreimal pro Woche mit fleischigem Futter gefüttert
Bei schwach bis mittelstarker Beleuchtung

Eleganz-Korallensyndrom (ECS) – Schwerwiegende tötliche bakterielle? Erkrankung der Wunderkoralle

Ab Ende der neunziger Jahre waren Exemplare, die in den Handel kamen, von einer Krankheit befallen, dessen Ursache oder Heilung nicht bekannt war: ECS, gekennzeichnet durch Folgendes:
Die Mundscheibe der Kolonie schwillt an, manchmal mit übermäßiger Schleimproduktion aus dem Mund
Tentakeln dehnen sich nicht aus
Über die Mundscheibe kann sich ein weißes, undurchsichtiges, schleimartiges Gurtband bilden, das zwischen dem Gewebe der Koralle und dem Skelett entsteht. Diese Phase dauert normalerweise Tage bis fast einen Monat.
Korallenbleiche oder Farbveränderung
Tentakel verlieren ihre Klebrigkeit und die Koralle ernährt sich nicht mehr
Das Gewebe der Koralle schrumpft schließlich
Sekundärinfektionen können auftreten, sind jedoch nicht häufig
Die Kolonie stirbt trotz aller Rettungsversuche

Einige in der Branche sind der Meinung, dass dieses Syndrom vollständig bakteriell sei.